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Theater in Berlin erleben - eine Auswahl der besten Bühnen der Stadt

Berliner Bühnen haben viel zu bieten – einige der besten und bedeutendsten der Stadt und ganz Deutschlands liegen nicht weit von Ihrem Hotel entfernt. Besonders entlang und in der Umgebung der Friedrichstraße (Bahnhof Friedrichstraße,  U-Bahn Haltestelle „Französische Straße“ und „Oranienburger Tor“) ist die Bühnendichte sehr hoch: Hier spielt das Berliner Ensemble, beginnt am Schiffbauerdamm die „Mörderische Spreefahrt“ mit Dinner an Bord, liegt das Deutsche Theater und das Kabarett „Die Distel“. Außerdem locken mit (musikalischem) Bühnenprogramm der Admiralspalast, die Komische Oper sowie der Friedrichstadt-Palast mit seinen glamourösen Revue-Shows und dem Quatsch Comedy Club nebenan täglich hunderte Besucher an.


© ADMIRALSPALAST

Klassisch-prunkvoll wie aus dem Bilderbuch präsentiert sich das Deutsche Theater seinen Besuchern: Über den Kopfsteingepflasterten Vorplatz geht es durch die weißen Glastüren über den roten Teppich vorbei an der Kartenkontrolle in einen Spiegelsaal mit ausladenden Kronleuchtern, von wo aus man weiter in den Theatersaal mit seiner aufwändiger Stuckverzierung und der samtroter Bestuhlung gelangt. Selbstredend, dass sich auch das Ensemble hier wahrlich sehen lassen kann. Zu den bekanntesten Schauspielern gehören derzeit unter anderem  Ulrich Matthes, Samuel Finzi und Bernd Moss. Der Spielplan unter Intendant Ulrich Khuon reicht über Bühnenklassiker von Henrik Ibsen, Arthur Miller, aber auch von Goethe und Lessing bis hin zu zeitgenössischen Uraufführungen, wie zum Beispiel Ferdinand von Schirachs „Terror“. Gerade nach Stücken wie diesen, die auch nach dem Applaus noch lange nicht abgeschlossen sind, eignet sich die angrenzende Launch-Bar des Theaters wunderbar, um das Stück noch einmal bei einem Glas Wein und Laugengebäck zu diskutieren.

Seine gesellschaftskritischen Stücke haben ihn bekannt gemacht, und er wiederum das von ihm gegründete Berliner Ensemble: Berthold Brecht. Selbstverständlich gehören einige seine Dramen zum obligatorischen Dauer-Repertoire des Theaters am Schiffbauer Damm. Heiner Müllers letzte Inszenierung, „Arthuro Ui“, wird dort bereits seit 1995 gespielt. Vor allem Gegenwartsdramen und Klassiker stehen auf dem Spielplan. Derzeit werden beispielsweise unter der Regie von Leander Haußmann Shakespeares „Hamlet“ und Schillers „Räuber“ aufgeführt. Daneben finden sich Stücke von Samuel Beckett, Max Frisch, Heinrich von Kleist und Eugène Ionesco. Intendant ist seit 1999 Claus Peymann, der im Sommer 2017 von Oliver Reese abgelöst wird – ein Wechsel, der bereits im Vorfeld für Wirbel gesorgt hat.

Politisch brisant und aktuell ist auch „Die Distel“; Berlins erste Adresse für gesellschaftskritische Satire. Mit eigenen Stücken und unabhängig jeder staatlichen Subvention sticht das größte Ensemble-Kabarett, das Deutschland zu bieten hat, in die wunden Punkte von Gesellschaft und Politik. Gegründet am 2. Oktober 1953 in der ehemaligen DDR sollte es eigentlich ein Gegengewicht zum über den Osten lästerndes West-Kabarett werden. Aber da es auch vor Kritik an DDR-Missständen nicht Halt machte, hätte Walter Ulbricht es zehn Jahre später am liebsten wieder geschlossen. Doch dafür war das Theater zu dem Zeitpunkt bereits zu populär – in ganz Berlin.

Politische Tradition hat auch das linksgerichtete Grips-Theater. Eigentlich als sozialkritisches Kinder- und Jugendtheater gegründet ist es auch bei erwachsenen Zuschauern sehr beliebt. Besonders sein Gründer und langjähriger Leiter Volker Ludwig hat es bekannt gemacht. Sein berühmtestes Stück ist wohl die Revue „Linie 1“, die auch heute noch gespielt wird. Er selbst hat die künstlerische Leitung seit 2016 den Theaterpädagogen Philipp Harpain abgegeben. Doch Stücke wie „Frau Müller muss weg“ und „Inside IS“ greifen noch immer aktuelle gesellschaftliche Themen auf, über die gut diskutiert werden kann.

Die Schaubühne am Kurfürstendamm hat ein Ensemble, das nicht nur auf den Brettern sondern auch auf der Leinwand glänzt: Viele der Schauspieler werden Besuchern auch aus Film- und Fernsehen bekannt sein; darunter etwa Lars Eidinger, Nina Hoss, Jörg Hartmann, Felix Römer und Regine Zimmermann. Doch werden auch die dramaturgischen Leistungen des Hauses fast jährlich preisgekrönt– vor allem die des Regisseurs und Künstlerischen Leiters Thomas Ostermeier, der 2016 jüngst mit dem Shakespeare-Preis ausgezeichnet wurde und für seine Arbeit auch schon einen Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig gewann.

Wer lieber kleine, ungewöhnliche Bühnen entdecken möchte, dem sei zum Beispiel die Neuköllner Oper ans Herz gelegt. In dem Musiktheater an der Karl-Marx-Straße wird experimentiert, musiziert und improvisiert: klassische Musik trifft auf modernen Pop, bekannte Stücke finden zu überraschend ungewöhnlicher Neuinterpretation und Erstaufführungen gibt es hier so viele wie auf kaum einer andern Bühne (rund 170 Ur- und Erstaufführungen in 40 Jahren). Auch das Monbijou Freiluft-Amphitheater gegenüber der Museumsinsel und das Berliner Kriminaltheater, dessen Repertoire von Agatha Christie bis Jussi Adler-Olsen reicht, versprechen atmosphärische Theaterabende für einen Besuch in Berlin, der in Erinnerung bleibt.


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